Die Zeiten, in denen sich Schlagzeug-spielende Bandleader und Bandleaderinnen unangenehm in den Vordergrund trommelten, sind vorbei. Die junge Stuttgarterin Lisa Wilhelm, gehört einer Generation an, die Gruppen-tauglich und dienlich denkt, die sensibel aus dem Hintergrund heraus führt. Die Musik auf dem Debüt-Album ihres Quartetts löst beim Zuhören ein Wechselbad der Gefühle aus und vermittelt zwischen Euphorie und Melancholie. Im Spannungsfeld zwischen diesen beiden emotionalen Polen passiert ungemein viel. Das Publikum bleibt gefangen, wenn sich Lisa Wilhelm und ihre drei Mitstreiter vom Hochgefühl in Richtung Wehmut und zurück bewegen.

Lisa Wilhelm, kürzlich mit dem Solist*innen Preis des Jungen Deutschen Jazzpreises ausgezeichnet, teilte sich bereits als Mitglied der Elbphilharmonie Jazz Academy die Bühne mit Größen wie Theo Croker, Melissa Aldana und Yaron Herman, ist jedoch nicht nur in Sachen Jazz vielseitig interessiert. Sie hat auch eine Passion für Pop-Musik, was in den schönen verfänglichen Melodien ihres Quartetts gelegentlich auch durchkommt.

Gegründet hat die auch in Stockholm und Lissabon ausgebildete Schlagzeugerin Lisa Wilhelm ihr Quartett 2020 an der Musikhochschule Stuttgart, gleich mit dem Ziel, einen besonderen, einen eigenen Sound zu finden.



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