Jazz / Vielleicht Jazz    Archiv  (Auswahl)

2019


Jin Jim (in der Walzenmühle)  27.10.2019

Der Jazz Senkrechtstarter Jin Jim

Gitarre, Flöte, Bass, Drums

Jin Jim gehören zu den „absoluten Senkrechtstarter Bands in der deutschen Jazzszene“ (NDR). Der stürmische Erfolg basierte auf der Innovation, die ihnen mit ihrer Musik gelingt: Mit bisher unbekannter Wucht verschmelzen hier Latin, Jazz und Rock: Rhythmisch hochkomplex, dafür harmonisch zugänglich, mit Einflüssen von Flamenco über indische Musik bis zum Pop. Eine Band mit prefekter Harmonie: Gitarrist Johann May, Bassist Ben Tai Trawinski und Schlagzeuger Nico Stallmann bereiten die rhythmische Grundlage, über der dann die Flöte von Daniel Manrique-Smith abheben kann - vom strahlend klassischen Klang über die immer leicht aspirierte, helle Färbung der lateinamerikanischen Musik bis zu wilden Jazz-Soli. Und wenn Manrique-Smith in sein Instrument hineinsummt, -pustet und -singt, darf man schon einmal an Ian Anderson von Jethro Tull denken.

 



Aurora Oktett (auf dem Museumsberg)  03.10.2019

Klassische Kammermusik wechselt sich mit freien Improvisationen ab und aktuelle Beats vermischen sich mit den Klängen welche durch Künstler wie Bela Bartok, Maurice Ravel und Claude Debussy inspiriert wurden. Hierbei entsteht ein pulsierender und gleichermaßen ruhig fließender Klangkörper, der die Energie des Jazz mit der Eleganz der klassischen Musik verbindet.

Diese Symbiose drückt sich zudem in einer Besetzung aus, welche wie die von ihr gespielte Musik selbst, sehnsüchtig auf eine Verbindung wartet.

In Carl Wittig's Aurora Oktett verbindet sich das klavierlose Jazz Quartett mit dem klassischen Streichquartett. In diesem frischen und neuartigen Ensemble begeben sich Musiker der Leipziger und Dresdner Jazzszene zusammen mit Klassischen Musikern aus Weimar und  Leipzig undauf die Suche  nach neuen Formen des Klangs.

 

Besetzung:

Matti Oehl - Altsaxophon, Berthold Brauer - Trompete, Tom Friedrich - Drums, Carl Wittig - Kontrabass, Ada Schwengebecher - Violine

Anna Prysiaznik- Violine, Marie Schutrak - Viola, Franziska Ludwig - Cello

 


26.04.2019  im Kühlhaus, Flensburg
Der in Berlin lebende schwedische Saxophonist Otis Sandsjö (Lucia Cadotsch, Farvel) präsentiert mit Y-OTIS seinen neuesten Geistesblitz einen geschützten Raum in dem Elias Stemeseder (Jim Black Trio, John Zorn, Nels Cline, Philm) auf seinem kleinen Synthiesetup freidreht, Petter Eldh (Django Bates, Peter Evans, Marius Neset, Kit Downes) seine 70er E-bass Träume auslebt und Tilo Weber (Animate Repose, Clara Haberkamp Trio, David Friedman) durch verschobene Snares und Kicks navigiert. 

Dies ist experimentelle und instrumentelle ---Beatmusik---, die sich zwischen krassen Rhythmen, exzentrischen Synthesizern und extrovertierten Saxophontechniken bewegt. Otis Sandsjö offenbart: “Y-OTIS is a daydream come true. A daydream where a free jazz band tries to play contemporary trap gospel.”

Presse:

Gegensätzliches feiern und nebenbei den Begriff der Inspiration entmystifizieren  – spex.de

“Stolpernde Hip-Hop-Beats, gepaart mit collagenartigen Klangflächen, ja: Klangeskapaden, finden sich hier ebenso wie der Satz einer neoklassischen Suite. Immer vorneweg: Sandsjös Saxofonschleifen, die im Stande sind, ihre Hörer in Trance zu spielen, wie etwa auf dem schönsten Stück des Albums, dem erhabenen Schlusstrack ‘Multipopix'”. – Zitty Berlin

A highly inspired debut album.” – Jazz thing

“Time is treated as an elastic medium on this fascinating session from Otis Sandsjö.” – Bandcamp Daily

“If you tipped the free jazz and electronica sections of your music collection into a jacuzzi, with a couple of classic hip hop records for good measure, you might end up with something like Y-OTIS.” – Jazzwise

“This is how contemporary jazz should sound like! Best of both worlds.” – Oliver Korthals, Mojo Club Hamburg



2018

Sonderkonzert mit dem Heiko Fischer Quartett

Im vollen Haus durften wir die Jazzkooperation mit dem Kühlhaus feiern. Vier Jahre lang fanden im Kühlhaus regelmäßig Jazzkonzerte mit den besten Künstlern und Künstlerinnen statt.
Auch in Zukunft möchten wir gerne  Jazzkonzerte im Kühlhaus anbieten, weil sich das Haus mit seiner Größe und Technik  dafür wunderbar eignet.

Es werden vielleicht nicht mehr so viele Konzerte werden, aber es werden die Besten sein !

Für 2020 haben wir eingeladen:
Das Katharina Maschmeyer Quartett und das Contrast Trio



Borboletas     24.06.   20 Uhr   Kühlhaus


Als willkommener Gast bringt Saxophonist Sigur∂ur Flosason die Weite und Mystik seines Heimatlandes Island mit ins Spiel. Seine Kompositionen vereinen Jazzstilistiken mit liedhafter Folklore. Auf der Bühne begeistert er durch enorme Lebendigkeit und berührt mit seinem warmen, sensiblen Ton.

Ob die Musiker nun vergnügt auf der Improvisationsspielwiese herumalbern oder den Klang einer weiten Landschaft in den Raum donnern – ihr meisterhaftes Spiel mit Stimmungen produziert Gänsehaut und fröhliches Mitschnipsen gleichermaßen!

 

Nach der Veröffentlichung ihres charakterstarken Debutalbums „Nachtpoesie“ in 2016 gehen die „Borboletas“  Weg konsequent weiter. Nähe, Klang, Stimmungen, Sphären und eine fantastische Bandbreite an Emotionen bleiben weiterhin ihr Thema. Dabei spielen eigene Kompositionen Stücke von Jazzgrößen wie Fred Hersch, Kenny Wheeler, Dave Brubeck, Thelonious Monk, Anders Jormin u.a. wunderbar zusammen.

Schon vor 2016 entdeckten sie  die Kompositionen des renommierten isländischen Saxophonisten Sigur∂ur Flosason.  Er ist gesamten skandinavischen Raum und in den USA bekannt und t ein vielfältiger Komponist, der  „klassische“ Jazzelemente mit zeitgenössisch neuen Klangräumen und, natürlich, isländischer Folklore vereint.  Ein besonderes Highlight sind die  isländischen Texte von seiner CD „Hvar er tungli∂?“,  welche  Imke Johanne Spöring einfühlsam interpretiert.

 

Das Duo BORBOLETAS, Erwartungen nicht zu erfüllen. Demnach fegt ihr Debutalbum „Nachtpoesie“ jeglichen Versuch von Schubladendenken mit einem charmanten Lächeln beiseite. Ein wahres Klanguniversum wird hier eröffnet, die beiden füllen gekonnt den ganzen weiten Raum zwischen „minimalistisch“ und „orchestral“ und kehren dabei immer zu einer Art von liebevollen Verspieltheit zurück, die zum Schmunzeln und zum Schmelzen bringt.

 Die musikalischen und sprachlichen Ausflüge an exotische Orte, allen voran immer wieder Lateinamerika, sind ebenso überraschend wie angenehm würzig. Imke Johanne Spörings warme Stimme verkörpert tatsächlich die Worte, die sie singt, sie seufzt, neckt, lacht, wettert, weint – und zeigt nicht nur beim Improvisieren enormen Ideenreichtum. Pascal Schweren gibt prompte Antworten auf ihre Fragen, ist immer Gegenüber statt nur Begleiter. Ein kleines Augenzwinkern lässt er, bei aller Virtuosität, immer wieder heraushören. 

 

 "Eine vor Energie und Lebensfreude sprühende Darbietung" (Neue Westfälische Zeitung)

“Sehr nuancierter Jazz” (WAZ)

„Erfrischend experimentell und schöpferisch“ 

 Einfach nur mitreißend“ (Virgin Jazz Face)

Eine Kühlhaus/8001 Kooperation
Veranstalter: Kühlhaus



19.04.2018

Girls in Airports hoben ihre Performance auf ein komplett neues Level. Mit ihrem  einzigartigen Sound und Einflüssen aus aller Welt sind sie zu einer der am meisten besprochenen Bands der internationalen Szene geworden. 

Mit vier neuen Songs sowie acht neuen Live-Versionen der letzten drei Alben schafft die neue CD „Live“ es, Jazz, Indie und Urban-Folk zu vereinen - eine Mischung aus melodiösen Acts gepaart
mit international beeinflussten, tanzbaren Rhythmen. 
Die fünf Musiker gehören zum besten und kreativsten Output
der dänischen Szene. Eine der derzeit wichtigsten Ensembles in Europa. 
Mit ihrem symbiotischen Klang sind Girls in Airports fesselnd und kraftvoll zu gleich.

 

Eine Kühlhaus/8001 Kooperation
Veranstalter: Kühlhaus



November 2017

Heiko Fischer Quartett

 Echo Jazz Preisträger Heiko Fischer meldet sich zurück mit neuer Band, neuem Album und neuem Sound.  Und das war ein Jazz Highlight!
 
Inhaltlich lehnt sich das Album an die Soundästhetik moderner Indie-Künstler wie James Blake an. Fischer hat hier versucht, den Klang einer akustischen Jazz Band einer elektronischen Klangkomponente gegenüber zu stellen, die sich ganz an der Aktualität moderner Indie-/Elektroproduktionen orientiert.

Dies gelang ihm, ohne in abgegriffene Fusionkontexte abzudriften.
Hier wurde nicht der Versuch unternommen, die Genres zueinander passend zu machen, vielmehr wurden sie authentisch in ihrer Welt gegenüber gestellt, um so eine neue zerbrechliche Musik zum Leben zu erwecken, die ihre ganz eigene Dynamik entwickelt.

Der studierte Physiker ergründet  mit seinem Album „General Relativity“, benannt nach der großen Einstein’schen Theorie, einmal auf musikalische Weise, was Musik und Physik gemein haben und was sie vielleicht grade auch unterscheidet.  Warum dabei jedes Stück den Titel eines physikalischen Phänomens oder einer Teildisziplin trägt, wird nicht zuletzt auf den Konzerten beantwortet werden.

Kompositorisch/harmonisch bewegen sich die Stücke ganz im Bereich aktueller Jazzkompositionen mit Anleihen aus der Klassik wie von Messiaen und Prokofiev.

Darüber schweben Melodien die in ihrer Klarheit einen Leitfaden durch die Stücke bilden, aufgebrochen durch Beats und elektronische Elemente wie man sie aus modernen Produktion kennt. Eingespielt von einer virtuosen Begleitband, die viel Freiraum bekommt, um die Musik immer wieder neu zu beleben, entsteht so ein spannendes Mosaik. 

Das Album „General Relativity“ erschien am 27. Oktober 2017.

Veranstalter: Kühlhaus

Eine Kühlhaus/8001 Kooperation.



Oktober 2017


Juni 2017


April 2017


April 2017

Das Trio.Diktion ist ein Quartett.

Beim Leipziger Quartett Trio.Diktion bestach vor allem der lyrische Ton, die Finesse und das präzise Timing der beiden Bläser, des bei Johannes Enders und Michael Wollny ausgebildeten Saxofonisten Matti Oehl und der Posaunistin Antonia Hausmann, die sich an diesem Abend vermutlich den Solistenpreis geholt hätte, so es denn einen geben würde.

Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung 13.11.2016

In Zukunft ist man gut beraten, die jungen Leipziger im Auge zu behalten. Hier finden sich alle Zutaten für großartigen Jazz. "Jazzzeitung, Julian Krenz, 24. März 2015

Beseelt und harmonisch

Titel wie "Schall und Rausch" dürfen beispielhaft stehen für den komplexen Klangkosmos, den den fast schon andächtig Lauschenden eröffneten. Hier wurde kein einziges Solo beklatscht, obschon die Musik des Quartetts Klangfarben der romantischen Musik eines Robert Schumanns durchaus in improvisatorisches Spiel übersetzt, und zwar hochvirtuos. Doch klingen verträumt-filigrane Miniaturen wie "Vogelfrei" so beseelt und stimmen den Zuhörer so harmonisch, dass es bis zum letzten Ton keiner wagte, die so facettenreich mal nach Kunstlied, mal nach Jazz-Song und mal nach moderner Filmmusik klingenden Kompositionen zu stören.

Mannheimer Morgen, Montag, 04.04.2016    
Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 

  



März 2017

 

 

Das war wirklich ein fantastisches Konzert. Das kleinste Auditorium, das wir je im Kühlhaus bei einem Jazzkonzert hatten bekam genau das,  was das Plakat angekündigt hat:  Klassik Jazz Rock Elektro Zauberei. 
Ausgelassene und herzliche Begeisterung,  stehende Ovationen der anwesenden ca. 20 Gäste haben die  Musiker beeindruckt. 
Wir werden das Trio wieder einladen.  Und wer es dann verpasst, dem wäre wirklich nicht mehr zu helfen.

 

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 



Februar 2017

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 



2016

25. Oktober : Marc Doffey Quintett

Sabeth Pérez - Gesang, Marc Doffey - Saxophon, (Bass-)Klarinette,

 Bertram Burkert - Gitarre, Thomas Kolarczyk - Bass, Fabian Rösch - Schlagzeug

"Die fünf Bandmitglieder des Marc Doffey Quintetts haben ....bereits heute einen musikalischen Erfahrungsschatz angesammelt, der sie zweifellos auf den Gipfel des Jazz-Olymps tragen wird".

Taking Direction - ist der mit Bedacht gewählte Titel des Debut-Albums der so jungen wie brillanten Formation um den Berliner Saxophonisten Marc Doffey.

Einerseits als Statement für die Geschlossenheit und die gemeinsame Wandlungsfähigkeit der fünf Musiker stehend, greift er andererseits den letzten Zeilenanfang des Textes "5 Perspektiven" der Sängerin Sabeth Pérez auf, dessen musikalische Bearbeitung und Interpretation das Herzstück dieser Produktion bildet.

 

Eingefasst wird dieser Zyklus von ausgewählten Stücken aus der Anfangszeit des Quintetts vor gerade einmal zwei Jahren, bei denen auch bereits deutlich die besondere Ästhetik ihres lyrischen und fließenden Charakters besticht.


 

Sichtweisen und Denkstrukturen sind mindestens genauso zahlreich wie die Möglichkeiten, sich darüber auszudrücken – mit Worten und mit Klängen. Diesen Umstand macht sich das Marc Doffey Quintett zu Nutze und schöpft sowohl kompositorisch als auch in Interpretation und Improvisation aus dem musikalischen Reichtum, den jeder einzelne der fünf Künstler mitbringt.

Ein virtuoses Beispiel dieser Herangehensweise liefern sie mit 5 Perspektiven. Zu Prosa aus der Feder der Sängerin Sabeth Pérez steuert jedes Bandmitglied eine Komposition bei, die sich alle im Idiom des modernen und lyrischen Jazz bewegen.

Diese gemeinsame Sprache ermöglicht die Freiheit, abwechselnd verschiedene inhaltliche Schwerpunkte und musikalische Vorlieben in den Vordergrund zu heben, ohne jemals den Grundtenor des Bandsounds zu stören – sich gleichsam vorzustellen wie die Balance des Standbeins beim Tanz welches die Exzentrik des Spielbeins trägt und stützt.

Die 5 Perspektiven erklingen auf dem Album eingebettet in eine Suite, in der kleine improvisierte Interludes dem Hörer kurzzeitig starke Kontraste bieten – zu verstehen sowohl als Hinweis als auch als Zitat von Spontaneität und Vielfältigkeit der Livekonzerte.

Anstoß zu diesem Album gab dann auch der stetig wachsende Erfolg der Band bei Liveauftritten mit ebendiesem Programm, welches in der Zwischenzeit mit verschiedenen Preisen namhafter Jororen bedacht wurde.

Sabeth Pérez (vocals) und Marc Doffey (tenor sax, clarinet, bass clarinet) begannen ihre musikalischen Laufbahnen in NRW und begegnen sich seitdem regelmäßig in diversen Ensembles, zuletzt in der Besetzung des Bundesjazzorchesters 2015.

Dort trafen sie auf den Gitarristen Bertram Burkert (electric & acoustic guitar), der mit seinem feinen melodiösen Gespür ein wichtiger Bestandteil dieser Band ist.

Mit dem Bassisten Thomas Kolarczyk (double bass) und Schlagzeuger Fabian Rösch (drums) sind schließlich noch zwei hochklassige und vielbeschäftigte Musiker aus Berlin dabei, die mit verschiedenen Formationen aus diversen Genres touren und auftreten.

Die fünf Bandmitglieder des Marc Doffey Quintetts haben in Zusammenarbeit mit zahllosen nationalen wie internationalen Big Bands, Orchestern und herausragenden Solisten bereits heute einen musikalischen Erfahrungsschatz angesammelt, der sie zweifellos auf den Gipfel des Jazz-Olymps tragen wird. (Monika Schumacher)

  

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 


23. September, 20 Uhr, Arne Jansen Trio / Kühlhaus FL

Das neue Album Nine Firmaments enthält viele „Songs ohne Worte“, von denen manche so schnell und ohne Umwege ins Bewusstsein wandern, als seien sie dort schon immer zuhause gewesen.

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 




07. Juli  EM-Kontrast: Fantastischer World & Jazz Abend trotz WM

Massoud Godemann Trio & Ostangeliter Orient Express

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 


17. April: Lisa Stick Quintett Flickstick / Kühlhaus FL

 

Wie gut, dass wir Flickstick nach Flensburg ins Kühlhaus eingeladen haben. Ein herausragendes  Free Jazz Konzert mit wunderschönen Melodien und überraschend leicht zu nehmenden Improvisationen.  Junge Bands zu unterstützen heißt mutig sein und sie auf die Bühne bringen. Und dann staunen, was sie alles können!

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 

 

 



Februar 2016

Mit dem Hanno Busch Trio haben wir eine bis dato unbekannte und erstklassige Band am Start gehabt, die einen wesentlichen Teil ihrer Bandgeschichte noch vor sich hat.  Grandioses Konzert für interessierte Hörer und Hörerinnen abseits des Jazz-Mainstreams. Mit 45 Gästen am Sonntagabend waren alle sehr zufrieden. Ein aufmerksames und begeistertes Publikum konnte eine extrem spielfreudige und virtuose  Band erleben.  

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 



Dezember 2015

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 

Jazz im Dezember aus Flensburg 

Mr. Pink, eine junge, sympathische Jazz- Formation aus  Flensburg. Ihr Bühnenpremiere haben sie auf dem Midtsommerjazz 2015 am Ostseebad abgeliefert und dabei erfolgreich die  Zuhörer erreicht.

Saxophonist Jonathan Klix, Schlagzeuger Jannik Loeck und Pianist Hannes Röpke sind zusammen Mr Pink. Als Trio sind sie neu, die einzelnen Musiker jedoch haben schon in einigen Bandprojekten mitgewirkt.

Sie spielen natürlich eigene Kompositionen aber auch Songs bekannter Künstler werden neu interpretiert. Stilistisch kann man Mr. Pink als Fusion Band einordnen. Jazz,Rock, Pop, Reggae. Junge Musik aus Flensburg.
Sie lieferten das letzte Konzert 2015 im Kühlhaus und das Motto war:
"Bühne frei für den regionalen Nachwuchs". 



Rückblick November 2015

. Oktober 2015, 14:34 Uhr DIE ZEIT Nr. 38/2015, 17. September 2015

Sie nennen sich Girls In Airports, obwohl kein Mädchen mitspielt. Ansonsten ist ihre Musik durch und durch wahr. Über eine Kopenhagener Band der Stunde

Welche Musik hören in diesen Tagen, in denen sich die Tonlage in Europa so sehr verändert? Vielleicht diese Band aus Kopenhagen? Ein Quintett, das für das, was zurzeit geschieht, in seinen Balladen zwar auch keine Worte findet (schon weil niemand singt), das aber einen feinen Sinn hat für die Durchmischung der Gegenwart, ihre Schichten und Brüche, ihre Möglichkeiten und bewegenden Momente. 
Girls In Airports nennen sich die fünf, was erst wie ein Scherz klingt und sich dann rasch einprägt. Mädchen auf Flughäfen. Wir sehen ihre Zöpfe, ihr Lächeln, ihre Freude über bevorstehende Abenteuer. Eben noch waren sie daheim beim Gummitwist, gleich entschweben sie in die Welt. Flughäfen (im Plural) sind ihr Habitat, die schnellsten Durchgangsstationen des globalen Schwingens. 
Bloß spielt bei Girls In Airports nicht ein Mädchen mit. Es sind nur große Jungs, alle um die 30, gestandene Musiker, die sich vor Jahren am Kopenhagener Rhythmic Music Conservatory kennenlernten. Im Studium haben sie das Können erworben, das ihnen nun als Startbahn ihrer Interkontinentalflüge dient. 
Zwei Saxofone, oder auch Saxofon und Bassklarinette, lassen traumhafte Melodien steigen. Schlagzeug und Perkussion legen exotische Rhythmen darunter. Und in der Mitte zwischen Melodie und Rhythmus: das Wurlitzer, jenes elektromechanische Klavier, dessen warmharter Klang zwischen Vibrafon und E-Piano changiert. 

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 




Rückblick September 2015

Himmlisch ergreifend

Eine strahlende und schöne Veranstaltung hat 50 Besucher/innen erreicht.
Das Marc Doffey Quintett bedankt sich beim tollen Flensburger Publikum und wird voraussichtlich im Mai 2016 wieder kommen. Dann in Flensburg, Kiel, Lübeck und Hamburg.
Die Musiker lieben das Kühlhaus als Veranstaltungsort, weil eine schöne Bühne da ist und zum anderen eine sehr Jazz geeignete PA und eine schöne Veranstaltungsbeleuchtung.

Die Gäste haben viel Platz, viel Beinfreiheit und werden von der Gastronomie vor und nach dem Gig sowie in der Pause prima versorgt. 

Fünf junge, supertalentierte  und aufstrebende Musiker mit Lebensmittelpunkten in Berlin, Leipzig und Weimar schaffen eine unglaublich intensive Atmosphäre, die erfüllt ist von Hingabe und Lebendigkeit.

Durch die Kompositionen von Marc Doffey, Sabeth Pérez und Bertram Burkert entwickelt sich  auch eine erfrischende Abwechslung der Hörerlebnisse, die trotz aller Kreativität die Tradition als gemeinsame Grundlage sehen.

Dabei wird die strahlende und ehrliche Stimme der argentinisch stämmigen Sängerin von einem wohlklingenden Bandgefüge getragen und gelangt so zu einer ungeahnt hohen Ausdrucksstärke.

Mit viel Energie stehen die jungen, aber doch bereits erstaunlich  erfahrenen Musiker auf der Bühne, um der  Kreativität und Virtuosität freien Lauf zu lassen, was zu unvorhergesehenen und explodierenden Momenten führt.  

Sabeth Pérez und Marc Doffey begannen ihre musikalischen Laufbahnen in diversen Ensembles z.B. dem Bundesjazzorchester.

Dort trafen sie auch auf den virtuosen Gitarristen Bertram Burkert, der mit seinem extrem feinen melodiösen Gespür ein wichtiger Bestandteil der Band ist. Er sorgte beim Midtsommerjazz 2014 mit seinem „Trio Kaktusfeld“ für ein staunendes und ergriffenes Publikum, das bei diesem Konzert erahnen konnte welch genialen Kräfte in der jungen Jazzszene (noch) verborgen sind.

Mit dem Bassisten Thomas Kolarczyk und dem Schlagzeuger Fabian Rösch sind schließlich noch zwei hochklassige und vielbeschäftigte Musiker aus Berlin dabei.

 

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 

Rückblick Oktober 2015

Das Popjazzelektro-Orchester

09. Oktober
Sommerplatte
(Kühlhaus) 

Die Freiheit des Jazz, die Ästhetik der elektronischen Musik und die Schönheit von Pop ergeben zusammengeführt ein mal lautes, mal leises, aber immer phänomenales Klangerlebnis. Sommerplatte gehört zum Fundus besonderer, noch nicht so bekannter Bands, wobei die einzelnen Spieler doch schon über unzählige Credits und positive Resonanzen verfügen.Besondere Musik, die sich - traumwandlerisch der eigenen Nase folgend - entlang der Schnittstellen zwischen Jazz, Pop und Elektro bewegt und den Musikkenner genauso erreicht wie den Mainstream-gebeutelten Gelegenheitshörer.Nichts ist hier beliebig, kein Ton, der nicht gespielt wurde mit dieser schönen Intensität, mit der diese Formation das Publikum für sich einnimmt. Mit dieser kraftvollen, brillant gemachten und berührenden Musik kann man viel Zeit verbringen.Dies Band ist im Kühlhaus genau richtig, denn hier ist nicht nur genügend Platz auf der Bühne, sondern auch eine saubere, für Jazz geeignete PA am Werk, die den besonderen Sound dieses kleinen Jazzelektropoporchesters fein rüberbringt.

 

Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001 Kooperation 

 



Veranstalter: Kühlhaus
Eine Kühlhaus/8001/Musikschule Kooperation 




2013 war es soweit. Das Konzept stand: Querflöten und E-Gitarren vor dem Backing von Kontrabass und Schlagzeug. Eigene Kompositionen. Offen für Einflüsse von allen Seiten, Stilen und Kulturen auf einer Basis von Rock, Jazz, Latin, aber ohne Schablonen und Schubladen. Und es funktionierte wie bei jenem ersten Festivalkonzert. Das war eine Art Intuition für die Band, die sich bald auf den Namen Jin Jim geeinigt hatte, ein aus dem Hebräischen stammendes Wort, das so viel wie Rotschopf bedeutet, ein einstiger Kosenamen für den langmähnigen Drummer Nico.

Das Konzept funktionierte. Nach intensiver Vorarbeit konnte bereits ein Jahr nach der Gründung der Band 2014 bei Neuklang Records die erste CD „Die Ankunft“ erscheinen. Die darauf enthaltenen Stücke bildeten die Basis für zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. Im Jahr darauf wurde Jin Jim auf den Leverkusener Jazztagen mit dem Preis „Future Sounds“ ausgezeichnet. Zu einem absoluten Höhepunkt gestaltete sich der Auftritt auf der JazzBaltica. 2017. Der Zuspruch der Fans war derart überwältigend, dass Daniel „noch drei Tage lang Gänsehaut“ hatte. Jin Jim war schon längst in den Focus der „ACT Young German Jazz“-Reihe geraten, und gleich nach diesem phänomenalen Auftritt bot Label-Chef Siggi Loch der Band einen Plattenvertag an – eine Art Ritterschlag für diese noch junge Band.

Mit „Weiße Schatten“ liegt nun das erste Produkt in dieser verdienstvollen Reihe zur Förderung herausragender junger deutscher Musiker vor, mit neun überzeugenden Beispielen für die Kreativität, Vielseitigkeit, Unverwechselbarkeit dieser Band, die vor Energie und Spielfreude nur so sprüht. Dabei entstehen neben quirlig heißen, durch den unheimlich dynamischen Drummer Nico Stallmann in Kooperation mit dem ihm nicht nachstehenden Bassisten Ben Tai Trawinski angetriebenen Ensemble-Stücken auch sehr melodiöse, eingängige Kompositionen, vorwiegend von Trawinski (der Flamenco „Duende“, der Song „Dreaming“, das madegassische Liebeslied „Mankafiza“) und dem Gitarristen Johann May (fast meditativ „Exploration“ und „Days of September“). Hier beweist Nico, dass ein rockiger Schlagzeuger auch feinfühlig, fast zart begleiten kann.

Die besondere Note aber verleiht all diesen Stücken Daniel Manrique-Smith mit seinen drei Querflöten – C-, Alt- und Bassflöte, die er je nach Art der Stücke, der Kompositionen und Improvisationen spielt. Der 1983 in Lima geboren Peruaner hatte schon als Kind und Jugendlicher Flötenunterricht genossen, aber zumeist lateinamerikanische Musik gespielt. Mit fast 20 Jahren kam er nach Deutschland, um an den Musikhochschulen in Frankfurt und Köln Klassik und Jazz zu studieren. Zu seinen Lehrern zählte auch Michael Heupel, der einen großen Einfluss auf ihn ausübte. Lachend erzählt Daniel, dass die Musik, die er heute mit Jin Jim spielt, für ihn ein ganz neues Terrain darstellt:

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Neben solcherart phonetischen Effekten, die das Gesamtklangbild der Band bereichern, zeigt sich die klassische Schulung Daniels, wenn er glasklar weit tragende Melodiebögen intoniert, was besonders den erwähnten Kompositionen von Trawinski und May sehr gut bekommt. All seine Möglichkeiten der Artikulation zeigt Daniel in einem wunderbaren Solo als Intro zu der Flamenco-Komposition „Duende“.

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Text: Dietrich Schlegel

8001 ist Mitglied in der LAG Soziokultur in Schleswig Holstein und der